Scheinbegriffes Gegenstand.
Wo immer das Wort „Gegenstand” („Ding”, „Sache”, etc.) richtig
gebraucht wird, wird es in der Begriffsschrift durch den variablen
Namen ausgedrückt.
Zum Beispiel in dem Satz „es gibt 2 Gegenstände, welche...”, durch
„ (
x,y)...”.
Wo immer es anders, also als eigentliches Begriffswort, gebraucht
wird, entstehen unsinnige Scheinsätze.
So kann man z.B. nicht sagen „Es gibt Gegenstände”, wie man etwa
sagt „Es gibt Bücher”. Und ebenso wenig „Es gibt 100 Gegenstände”,
oder „Es gibt
0 Gegenstände”.
Und es ist unsinnig, von der Anzahl aller
Gegenstände zu sprechen.
Dasselbe gilt von den Worten „Komplex”, „Tatsache”, „Funktion”,
„Zahl”, etc.
Sie alle bezeichnen formale Begriffe und werden in der
Begriffsschrift durch Variable, nicht durch Funktionen oder Klassen
dargestellt. (Wie Frege und Russell glaubten.)
Ausdrücke wie: „1 ist eine Zahl”, „es gibt nur Eine Null”, und
alle ähnlichen sind unsinnig.
(Es ist ebenso unsinnig zu sagen: „es gibt nur eine 1”, als es
unsinnig wäre, zu sagen: „2 + 2 ist um 3 Uhr gleich 4”.)
4.12721 Der formale Begriff ist mit einem Gegenstand, der unter ihn fällt,
bereits gegeben. Man kann also nicht Gegenstände eines formalen
Begriffs und den formalen Begriff selbst als Grundbegriffe einführen.
Man kann also z.B. nicht den Begriff der Funktion, und auch spezielle
Funktionen (wie Russell) als Grundbegriffe einführen; oder den
Begriff der Zahl und bestimmte Zahlen.