Daß das Satzzeichen eine Tatsache ist, wird durch die gewöhnliche Ausdrucksform
der Schrift oder des Druckes verschleiert.
Denn im gedruckten Satz z.B. sieht das Satzzeichen
nicht wesentlich verschieden aus vom Wort.
(So war es möglich, daß Frege Frege, Gottlob den Satz einen zusammengesetzten Namen nannte.)
3.1431 Sehr klar wird das Wesen des Satzzeichens, wenn wir es uns, statt aus
Schriftzeichen, aus räumlichen Gegenständen (etwa Tischen, Stühlen,
Büchern) zusammengesetzt denken.
Die gegenseitige räumliche Lage dieser Dinge drückt dann den Sinn des
Satzes aus.
3.1432 Nicht: „Das komplexe Zeichen 'aRb' sagt, daß a in der Beziehung R zu
b steht”, sondern: Daß „a” in einer gewissen Beziehung zu „b”
steht, sagt, daß aRb.